Nacht für Nacht verbringen wir viele Stunden in unserer Bettwäsche. Dabei kommt sie unmittelbar mit Haut und Haaren in Kontakt und nimmt Schweiß, Hautschüppchen und Rückstände von Pflegeprodukten auf. Regelmäßiges Waschen gehört deshalb ganz selbstverständlich zu einem hygienischen Schlafumfeld. Doch bei welcher Temperatur wird Bettwäsche wirklich sauber? Welches Waschprogramm ist das richtige und wie häufig sollten die Bezüge überhaupt in die Maschine? Wer einige grundlegende Pflegehinweise beachtet, sorgt nicht nur für Frische im Bett, sondern schont gleichzeitig Farben, Fasern und Gewebe.
Bettwäsche waschen – das Wichtigste auf einen Blick
- Waschrhythmus: Bettwäsche ein- bis zweimal im Monat wechseln, im Sommer und bei starkem Schwitzen häufiger.
- Waschtemperatur: Das Material und die Angaben auf dem Pflegeetikett entscheiden, ob bei 40 oder 60 °C gewaschen werden kann.
- Vorbereitung: Bettwäsche auf links drehen und Reißverschlüsse oder Knöpfe schließen.
- Waschmittel: Passend zur Farbe und zum Material der Bettwäsche auswählen.
- Beladung: Die Waschmaschine nicht zu voll machen, damit sich die Wäsche ausreichend bewegen kann.
- Schleudern und Trocknen: Nicht unnötig stark schleudern und beim Trocknen ebenfalls die Angaben auf dem Pflegeetikett beachten.
Wie oft sollte man Bettwäsche waschen?
Auch wenn Bettwäsche auf den ersten Blick noch frisch erscheint, sammeln sich darin mit der Zeit Schweiß, Hautschüppchen, Haare und Rückstände von Pflegeprodukten. Als Faustregel empfiehlt es sich, die Bezüge ein- bis zweimal im Monat zu wechseln und zu waschen. Unter bestimmten Umständen sind jedoch kürzere Abstände sinnvoll. Wer nachts stark schwitzt, sollte häufiger für frische Bettwäsche sorgen. Das gilt insbesondere während warmer Sommernächte, in denen ein wöchentlicher Wechsel empfehlenswert sein kann.
Auch bei Allergien kann es sinnvoll sein, die Bettwäsche häufiger zu waschen. Vor allem bei einer Hausstaubmilbenallergie trägt eine regelmäßige Reinigung dazu bei, die Belastung durch Allergene im Bett möglichst gering zu halten.
Bettwäsche richtig waschen: Darauf kommt es an
Bevor die Bettwäsche in die Waschmaschine kommt, lohnt sich ein Blick auf das Pflegeetikett. Denn Material, Farbe und Verarbeitung bestimmen, welche Temperatur und welches Waschprogramm geeignet sind. Einige einfache Handgriffe helfen außerdem dabei, Gewebe und Farben zu schonen und dafür zu sorgen, dass die Bezüge gründlich sauber werden.
Vor dem Waschen sollten man:
- helle, dunkle und farbige Bettwäsche voneinander trennen,
- die Bezüge auf links drehen,
- Reißverschlüsse und Knöpfe schließen,
- die Angaben auf dem Pflegeetikett beachten,
- die Waschmaschine nicht zu voll beladen.
Vor allem das Schließen der Verschlüsse ist wichtig: Offene Reißverschlüsse können beim Waschen stärker beansprucht werden, während sich andere Wäschestücke darin verfangen können. Gleichzeitig schützt das Waschen auf links Farben und bedruckte Oberflächen vor unnötiger Reibung.
Bei wie viel Grad sollte man Bettwäsche waschen?
Ob Bettwäsche bei 40 oder 60 Grad gewaschen werden sollte, hängt vor allem vom Material und den Angaben auf dem Pflegeetikett ab. Für viele Bezüge aus Baumwolle sind 40 °C für die regelmäßige Wäsche ausreichend. Bei stärkerer Verschmutzung oder wenn aus hygienischen Gründen eine gründlichere Reinigung erforderlich ist, können 60 °C sinnvoll sein – vorausgesetzt, das Material ist dafür geeignet.
Empfindlichere Stoffe benötigen dagegen häufig niedrigere Temperaturen. Deshalb gilt unabhängig vom Material: Die Pflegehinweise des Herstellers haben Vorrang vor pauschalen Temperaturempfehlungen. Hochwertige Bettwäsche muss dabei keineswegs besonders kompliziert in der Pflege sein. Die HERMINE® Bettwäsche von billerbeck besteht beispielsweise aus 100 % Baumwoll-Satin und kann bei bis zu 60 °C gewaschen werden.
Welches Waschprogramm ist für Bettwäsche geeignet?
Das passende Waschprogramm richtet sich ebenfalls nach dem Material. Robuste Baumwollbettwäsche lässt sich in der Regel im Baumwoll- oder Buntwäscheprogramm waschen. Für empfindlichere Gewebe kann dagegen ein Schon- oder Feinwaschprogramm die bessere Wahl sein. Entscheidend sind auch hier die Angaben auf dem Pflegeetikett.
Neben dem Waschprogramm sollte auch die Schleuderdrehzahl auf das Material abgestimmt werden. Die höchste Stufe ist dabei meist nicht notwendig. Eine moderate Drehzahl schont Fasern und Nähte und sorgt gleichzeitig dafür, dass die Bezüge weniger stark verknittern.
Welches Waschmittel eignet sich für Bettwäsche?
Auch beim Waschmittel spielen Farbe und Material eine Rolle. Für weiße, unempfindliche Bettwäsche aus Baumwolle eignet sich ein Vollwaschmittel, während farbige Bezüge mit einem Colorwaschmittel länger ihre Farbintensität behalten. Bei empfindlichen Materialien sollte ein auf das jeweilige Gewebe abgestimmtes Waschmittel verwendet werden.
Auf Weichspüler kann bei Bettwäsche in der Regel verzichtet werden. Er legt sich auf die Fasern und kann dadurch deren Saugfähigkeit beeinträchtigen. Gerade bei atmungsaktiven Naturmaterialien ist das ungünstig, da die Bettwäsche während der Nacht Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben soll. Auch beim Waschmittel gilt: Mehr hilft nicht automatisch mehr. Die richtige Dosierung richtet sich nach Verschmutzungsgrad, Beladungsmenge und Wasserhärte.
Sonderfälle: Wann Bettwäsche besondere Pflege braucht
Nicht immer reicht der übliche Waschrhythmus aus. Je nach Jahreszeit, persönlichen Schlafgewohnheiten oder gesundheitlichen Anforderungen kann es sinnvoll sein, die Pflege anzupassen:
- Bei Hausstaubmilbenallergie: Allergiker sollten ihre Bettwäsche regelmäßig bei 60 °C waschen, sofern das Pflegeetikett diese Temperatur erlaubt. Dadurch lässt sich die Allergenbelastung reduzieren.
- Nach einer Erkrankung: Nach fieberhaften Infekten, Magen-Darm-Erkrankungen oder starkem nächtlichem Schwitzen empfiehlt sich ein zeitnaher Wechsel der Bezüge. Gewaschen wird anschließend bei der laut Pflegeetikett zulässigen Temperatur.
- Bei neuer Bettwäsche: Neue Bezüge sollten vor der ersten Verwendung entsprechend den Pflegehinweisen gewaschen werden. Das entfernt mögliche Rückstände aus Herstellung und Verpackung und macht die Bettwäsche bereit für den ersten Einsatz.
Bettwäsche richtig trocknen und bügeln
Nach dem Waschgang sollte die Bettwäsche möglichst zeitnah aus der Maschine genommen und zum Trocknen aufgehängt oder in den Trockner gegeben werden. Ob sie trocknergeeignet ist und welche Temperatur gewählt werden darf, verrät auch hier das Pflegeetikett. Beim Trocknen an der Luft hilft es, die Bezüge vorher gut auszuschütteln und möglichst glatt aufzuhängen. So entstehen weniger Falten und das spätere Bügeln lässt sich je nach Material sogar ganz vermeiden.
Wer seine Bettwäsche bügeln möchte, sollte auch dabei die für das jeweilige Gewebe empfohlene Temperatur beachten. Am einfachsten lässt sie sich bügeln, wenn sie noch leicht feucht ist.
Bettwäsche und Bettwaren richtig unterscheiden
Bettwäsche und Bettwaren werden beim Thema Waschen schnell in einen Topf geworfen, dabei gibt es bei der Pflege wichtige Unterschiede. Während mit Bettwäsche die Bezüge von Kissen und Bettdecke gemeint sind, zählen die Decke und das Kissen selbst zu den Bettwaren. Für sie gelten je nach Füllmaterial andere Pflegeanforderungen. Wie Daunendecken, Faserdecken, Kissen und weitere Produkte richtig gereinigt werden, zeigen die Waschanleitungen von billerbeck.








