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Matratzenberatung: So finden Sie die richtige Matratze für Ihren Schlaftyp

Matratzenberatung: So finden Sie die richtige Matratze für Ihren Schlaftyp

Vom guten Schlaf und dem Weg zur idealen Matratze

Rund ein Drittel unseres Lebens verbringen wir mit Schlafen, denn Körper und Geist sind auf die nächtliche Ruhephase angewiesen: Während auf kognitiver Ebene Informationen verarbeitet und gespeichert werden, versucht unser Körper über Nacht die arbeitsbedingten Ermüdungserscheinungen des Tages auszugleichen. Dazu sollte der Körper möglichst entspannt liegen können, sodass die Wirbelsäule entlastet und der Druck von den gefährdeten Bandscheiben genommen wird.

Wer heute eine Matratze kaufen will, muss sich mit vielen Fragen auseinandersetzen. Wir möchten Ihnen den Weg zur richtigen Matratze erleichtern und das nötige Wissen vermitteln, um einem Fehlkauf vorzubeugen.

Was soll eine Matratze leisten?

Eine optimal passende Matratze soll geruhsamen, erholsamen Schlaf gewährleisten. Während der Nachtruhe sollen Hüfte und Schulter bei gleichzeitig waagerechter Lagerung der Wirbelsäule weit genug in die Schlafunterlage einsinken. So können sich Muskeln sowie Bänder entspannen und sich die empfindlichen Bandscheiben regenerieren. Umgekehrt kann eine nicht passende Matratze zu Schlafproblemen und körperlichen Schäden führen. Die Wahl der adäquaten Matratze hängt deshalb besonders von individuellen Kriterien wie Körperform, Gewicht und den Schlafgewohnheiten ab.

Welches Matratzenmaterial ist für mich geeignet?

Die Auswahl des Materials ist eine Entscheidung, die anhand individueller Kriterien getroffen werden sollte. Jede einzelne Matratzenart hat verschiedene Materialien mit individuellen Eigenschaften und Vorteile.

  • Naturlatex: hochpreisige Variante für angenehme Nächte

Naturlatexmatratzen passen sich dem Körper des Liegenden gut an und versprechen angenehme Nächte. Allerdings sind diese Matratzen sehr schwer und somit schwierig zu wenden. Zudem gehören sie zu den hochpreisigen Varianten im Matratzensegment.

  • Tonnentaschenfederkerne sorgen für gute Durchlüftung

Federkernmatratzen bestehen aus zahlreichen Metallfedern, die miteinander verbunden sind. Der Vorteil des Federkerns liegt zunächst einmal in seiner Grundeigenschaft, den Körper durch Federelemente zu unterstützen. Dabei werden die Federn, auf denen das meiste Körpergewicht anfällt nach unten gedrückt. Gleichzeitig wird der Körper an seinen leichteren Stellen beim Liegen unterstützt und findet so den richtigen Halt. Der Federkern leitet Feuchtigkeit und Wärme schnell ab und sorgt für eine gute Durchlüftung und trockenes Schlafklima. Gerade für Menschen, die nachts viel schwitzen, sind Federkernmatratzen empfehlenswert.

  • Kaltschaum passt sich dem Körper an und hat eine gute Wärmehaltung

Der besondere Vorteil von Kaltschaum liegt in seiner Beschaffenheit. Das Material ist einerseits offenporig mit großer Atmungsaktivität, andererseits ist es trotzdem stabil mit hoher Dauerelastizität und enormen Anpassungsverhalten. Obwohl das Material Feuchtigkeit abtransportiert, hält es Wärme besser zurück als die Federkernvariante und ist somit geeignet für Menschen, die nachts eher frösteln. Beim Kauf sollte man auf das sogenannte Raumgewicht achten: Es gibt die Dichte des verwendeten Schaums an und je höher diese ist, desto hochwertiger ist die Matratze.

  • Memoryschaum: High-Tech-Kern mit einzigartigen Eigenschaften

Der Vorteil eines viscoelastischen Schaumkerns liegt darin, auf Körperwärme zu reagieren. Beim Menschen sind neben dem Kopf die Schulter und das Gesäß am schwersten. Entsprechend wichtig ist es, dass diese Bereiche beim Liegen in eine Matratze einsinken können, während die leichteren Körperteile unterstützt werden müssen. Da viscoelastische Schäume gerade nur dort nachgeben, wo entsprechend Wärme abgegeben wird, sinken partiell auch nur die schwereren Körperteile in die Matratze ein.

Hier erhalten Sie genauere Informationen dazu:

Matratzen – perfekt auf Ihre Schlafbedürfnisse abgestimmt

Schlafpositionen und Rückenhaltung

So individuell wie Menschen und ihre Schlafgewohnheiten sind, so individuell sollte auch Ihre Matratze sein. Schlafverhalten und körperliche Merkmale spielen eine große Rolle bei der Wahl der richtigen Matratze.

Die Matratze stützt bei Rückenschläfern idealerweise die Lendenwirbelsäule und den Nackenbereich. Sie sinken dort nicht zu tief ein und die natürliche S-Form der Wirbelsäule bleibt erhalten. Für Seitenschläfer sollte die Schlafunterlage an Schultern und Becken nachgeben. Sie sinken an diesen Stellen etwas ein und die Wirbelsäule bleibt gerade. Für Rückenschläfer gelten daher prinzipiell andere Auswahlkriterien als für Seitenschläfer. Allerdings wechseln die meisten Menschen nachts mehrmals die Schlafposition, deshalb sollte die Matratze in beiden Schlafpositionen bequem sein.

Ihre Schlafpositionen

  • Rückenschläfer

In dieser Schlafposition lässt sich der Druck sehr gut reduzieren und bei richtiger Einstellung des Bettsystems kann sich die Wirbelsäule über Nacht wieder strecken. Im Gegensatz zu Seitenlage sind die Druckpunkte auf eine größere Fläche verteilt und müssen nicht so tief einsinken.

  • Seitenschläfer

Seitenschläfer erreichen eine Entlastung, wenn die Matratze im Becken- und Schulterbereich entsprechend nachgibt und an der Lendenwirbelsäule und den Beinen unterstützt – auch das passende Kopfkissen ist für einen entspannten Nacken in der Seitenlage unerlässlich.

  • Bauchschläfer

Bauchschläfern wird üblicherweise dazu geraten, sich die Seiten- oder Rückenlage anzugewöhnen, denn die Bauchlage gilt als ungesündeste Schlafposition. Mit einem flachen Kopfkissen und einem entsprechend fester eingestellten Bettsystem kann aber auch in der Bauchlage ein komfortabler Schlaf ermöglicht werden.

Einfluss von körperlichen Merkmalen

Damit der individuellen Körperform durch die Matratze Rechnung getragen werden kann, spielen Körpergröße, Längenverhältnisse und körperliche Ausprägungen eine Rolle bei der Matratzenwahl. Behalten Sie stets im Blick, dass die jeweilige Körperpartie durch die richtige Liegezone abgedeckt wird. Größere und kleinere Menschen sollten deshalb besonders auf ihre übliche Liegeposition im Bett achten und danach die Matratze und die Einstellung des Lattenrostes wählen.

Rückenhaltung

  • Flacher Rücken

Bei einem flachen Rücken gilt die Devise „weniger ist mehr“. Viele unterschiedlich feste Zonen und starke Unterstützung im Bereich der Lendenwirbelsäule sind eher schädlich. Das subjektive Komfortempfinden sollte bei der Wahl des Härtegrades entscheiden.

  • Runder Rücken

Um den Druck auf den oberen Rücken minimal zu halten, sollte die Matratze eher höher und weicher gewählt werden. Ein passendes Kopfkissen ist neben der richtigen Matratze entscheidend, um Nackenproblemen entgegenzuwirken.

  • Hohlkreuz

Sanfte Unterstützung des unteren Rückens schafft hier Abhilfe. Dazu ist es wichtig, dass die stützenden Elemente von Matratze und Lattenrost auf die Körpergröße abgestimmt und entsprechend positioniert sind.

Die richtige Matratzenauswahl nach Figurtypen und Wärmetypen

Figurtypen: Die Einteilung in Figurtypen ist in der Mode sehr gebräuchlich und kann auch bei der Matratzenwahl behilflich sein. Die Form der Buchstaben steht hierbei für die jeweilige Körperform.

  • Figurtype Typ A:

A-Typen haben eher schmale Schultern und ein ausgeprägtes Becken. Der Körperschwerpunkt befindet sich hier im Becken- und Oberschenkelbereich. Während das Becken leicht einsinken darf, sollte der Oberschenkelbereich unterstützt werden.

  • Figurtype Typ H:

Dieser Figurtyp ist üblicherweise schlank und hat eine gleichmäßige Gewichtsverteilung – die Matratze sollte nicht zu fest gewählt werden und gleichmäßig auf Druck nachgeben.

  • Figurtype Typ O:

Der O-Typ ist normalerweise etwas schwerer und hat seinen Körperschwerpunkt in der Mitte. Hier sollte eine festere Matratze gewählt werden, die dennoch für ein angenehmes Druckverhalten sorgt – das kann beispielsweise durch einen weichen Bezug oder durch eine separate Matratzenauflage erreicht werden.

  • Figurtype Typ V:

Kennzeichnend für diesen Figurtyp sind breite Schultern und eine schmale Hüfte. Während die Schulterzone ein Einsinken der Schultern ermöglichen sollte, darf der Lendenbereich sanft unterstützt werden.

  • Figurtype Typ X:

Bei diesem Figurtyp liegen die wesentlichen Druckpunkte im Becken- und Schulterbereich. Eine gleichmäßige Matratze und die richtige Einstellung der Unterfederung bringen hier das gewünschte Komfortergebnis.

Welcher Matratzen Härtegrad ist der richtige für Sie?

Der Härtegrad gibt die Festigkeit der Matratze wieder. Er ergibt sich aus Faktoren wie dem Material und der Höhe der Matratze. Härtegrade werden gern in mehreren Stufen von weich bis hart angegeben. Allerdings ist der Härtegrad nicht messbar oder genormt. Jeder Hersteller hat hier seine eigene Einteilung. Es ist jedoch wichtig, dass neben dem Gewicht auch die Körpergröße und das individuelle Komfortempfindenberücksichtigt werden. Deswegen sollten die Härtegrade eher eine ungefähre Orientierung bieten. Ihr persönlicher, subjektiver Liegekomfort kann deshalb unter Umständen von der Empfehlung ein wenig abweichen. Die häufigsten Härtegrade sind H2 und H3.

Unsere Empfehlung als ungefährer Richtwert lautet wie folgt:
Härtegrad 2 = mittelfest bis ca. 80 kg Körpergewicht
Härtegrad 3 = fest ca. 81–110 kg Körpergewicht
Härtegrad 4 = sehr fest ca. 111–130 kg Körpergewicht

Wärmetypen

Wer leicht zum Schwitzen neigt, sollte auf die Atmungsaktivität seiner Matratze achten. Taschenfederkernmatratzen sind hier eine gute Wahl, aber auch moderne Kaltschaummatratzen verfügen über eine gute Durchlüftung.
Menschen, die nachts hingegen leicht frieren, treffen mit einer Viscoschaummatratze eine gute Wahl. Die Wärmerückhaltung von Taschenfederkern- oder Kaltschaummatratzen kann durch einen Topper zusätzlich gesteigert werden.

Experten raten: Zwei Matratzen für das Doppelbett

Paare sollten für ihr Doppelbett zwei separate Matratzen kaufen. Denn wenn auf einer Doppelmatratze einer der beiden Partner schwerer als der andere ist, sinkt die Matratze zu dessen Seite hin ab und kann den anderen nicht mehr richtig stützen. Hinzu kommt, dass sich jeder Mensch etliche Male pro Nacht dreht. Diese Bewegung ist wichtig, damit sich die Bandscheiben erholen können, aber der Schlaf des Partners wird dadurch gestört.

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