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Tschüss Schlafanzug – macht Nacktschlafen Paare glücklicher?

Tschüss Schlafanzug – macht Nacktschlafen Paare glücklicher?

Während es für manche nichts Schöneres gibt, als abends im kuscheligen Schlafanzug im Bett zu liegen, ist es für andere besonders verlockend unbekleidet zu schlafen. Und obwohl wir uns wohl alle in heißen Sommernächten am liebsten die Kleider vom Leib reißen möchten, empfinden es nur die wenigsten als angenehm die Nacht nackt zu verbringen.

Auch wenn in unseren Breitengraden nur eine Minderheit zu den bekennenden Nacktschläfern gehört, ist es eigentlich das Natürlichste der Welt und war zu früheren Zeiten durchaus üblich.

Erst um etwa 1500 kam in Italiens Oberschicht der Trend auf, ein Nachthemd beim Schlafen zu tragen. In den folgenden Jahrhunderten setzte sich dies auch bei uns als Unisex- Schlafbekleidung durch. Die Geburtsstunde des uns bekannten Schlafanzugs bzw. Pyjamas ereignete sich allerdings erst im Laufe des 17. Jahrhunderts, als Herren begannen unter ihrem Nachthemd eine längere Unterhose zu tragen.

Im Pyjama, T-Shirt oder lieber gleich nackt schlafen – was ist also am besten?

Etwa 15% der Deutschen schwören auf den Verzicht von Schlafbekleidung. Tatsächlich hat das Nacktschlafen einige Vorteile und sogar Studien belegen, dass es durchaus gesünder ist, sich nachts der Kleidung zu entledigen.

Beispielsweise gilt es als erwiesen, dass wir schneller ein- und besser durchschlafen, wenn wir durch fehlende Schlafbekleidung nicht schwitzen. Außerdem sinkt unsere Körpertemperatur nachts automatisch um etwa ein halbes Grad, wodurch der Körper Energie spart und sich ausruht. Schläft man ohne Kleidung, wird dieser Vorgang beschleunigt, was unserem Körper guttut und erwiesenermaßen die Schlafqualität steigert.

Auch die Zellproduktion wird bei kühleren Körpertemperaturen angeregt, da das Hormon Melatonin vermehrt produziert werden kann und somit die Regeneration unserer Haut unterstützt wird.

Nacktschlafen kann sogar gut für die Figur sein, denn wenn wir uns nicht wohl fühlen, z.B. wenn wir schwitzen oder der Pyjama zwickt, schüttet der Körper das Stresshormon Cortisol aus, was einen Anstieg des Blutzuckerspiegels bewirkt. Dadurch wird der Appetit angeregt und es kann dazu führen, dass Bauchfett angesetzt wird.

Doch das vielleicht wichtigste Argument aller Nacktschlaf-Fans: Nackt schlafen tut der Beziehung gut und macht Paare glücklicher. Experten begründen das nicht nur mit einer erhöhten emotionalen und erotischen Anziehung, sondern haben auch eine medizinische Erklärung. Vermehrter Hautkontakt führt zur Ausschüttung des „Kuschel“- bzw. Wohlfühl-Hormons Oxytocin, das eine bedeutende Rolle bei der intensiven Bindung zu anderen Menschen spielt und glücklich macht.

Und was spricht dagegen nackt zu schlafen?

Trotz aller Vorteile raten viele Mediziner zu Schlafbekleidung, da man in der sogenannten REM-Phase des Schlafes kein Kälteempfinden hat. Dadurch steigt beim Nacktschlafen die Gefahr einer Unterkühlung und man kann sich leichter erkälten.

Außerdem macht auch aus Hygienegründen ein Stück Stoff zwischen Haut und Bettdecke Sinn. Denn selbst ohne Kleidung dünstet der Mensch jede Nacht immerhin ca. einen halben Liter Schweiß aus. Bleibt der Schlafanzug jedoch im Kleiderschrank, kann er den Schweiß des Schlafenden auch nicht auffangen. Somit landet das, was nachts herausgeschwitzt wird, nur in der Bettwäsche und Matratze statt im Nachthemd oder Schlafshirt. Deshalb ist es beim Nacktschlafen nötig, öfter die Bettbezüge zu wechseln.

Also: nackt schlafen oder nicht?

Letztendlich gehen in Bezug auf unsere Schlafbekleidung Meinungen und persönliche Vorlieben stark auseinander. Die Hauptsache ist jedoch ein guter und erholsamer Schlaf, was bedeutet, dass Sie sich am besten so kleiden, wie Sie sich am wohlsten fühlen. Denn nur dann sind alle Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Sie am nächsten Tag ausgeruht und erholt aufwachen.

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