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Wie kommt morgens der Schlafsand in unsere Augen?

OK, wir glauben zu wissen, dass der Sandmann schon lange keine in der westeuropäischen Mythologie angesiedelte Sagengestalt mehr ist, sondern tatsächlich real existiert: Er wird jeden Abend vom Sendezentrum des Mitteldeutschen Rundfunks MDR in die ganze Republik versandt, um uns Sand in die Augen zu streuen. Das ist auch gut so, erklärt aber den eher pragmatisch veranlagten und denkenden Geistern unter uns noch lange nicht, woher der Sand oder Schlaf im Auge eigentlich stammt, der uns jeden Morgen als letzte Erinnerung an eine traumhafte Nacht übrig bleibt.

Unsere Tränenflüssigkeit ist der Schlafsand im Auge

Das Auftreten des Schlafsandes basiert auf ganz natürlichen Grundlagen: unserer Tränenflüssigkeit. Diese besteht neben Wasser aus verschiedenen Eiweißstoffen, Salzen sowie Kohlenhydraten. Die Tränenflüssigkeit erfüllt mehrere Funktionen: Sie spült das Auge und schützt es vor Keimen. Die Tränenflüssigkeit „schiebt“ Fremdstoffe und abgestorbene Bestandteile der Hornhaut ständig leicht in Richtung des Augeninnenwinkels, um das Auge sauber zu halten.

Die Tränenflüssigkeit wird von Drüsenzellen am Lidrand und im Bindehautsack gebildet. Sie besteht aus einer Schleimschicht sowie einer wässrigen und einer ölartigen Schicht. Die Flüssigkeit enthält zudem Nährstoffe, welche die oberflächlichen Zellen der Hornhaut versorgen, die nicht von Blutgefäßen erreicht werden.

Nachts, wenn uns die Augen zufallen, sinkt die Produktion der Tränenflüssigkeit, die tagsüber – unterstützt durch ein ständiges Blinzeln – noch sehr genau darüber wacht, dass der Augapfel nicht austrocknet. Im Schlaf und hinter geschlossenen Lidern verdunstet die Tränenflüssigkeit allerdings nicht mehr. Es entsteht eine feuchte, warme Kammer, die so zum idealen Nährboden für Bakterien wird.

Um diese Erreger in Schach zu halten, sind vor allem die weißen Blutkörperchen in der Augenflüssigkeit sehr aktiv, die im Abwehrkampf aber selbst zugrunde gehen. Nach dem Verdunsten des Wassers am Augenrand bilden diese Zelltrümmer zusammen mit Proteinen, Zellresten und Staubpartikeln den Sand, den wir uns morgendlich aus den Augen reiben. Dieser ist quasi ein Endprodukt des Reinigungs- und Versorgungsprogramms der Augen.

Wie viel Sand wir morgens aus unseren Augen reiben, hat also nichts mit der Schlaflänge oder -qualität zu tun. Und schon gar nicht mit dem Sandmann.

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