{"id":2285,"date":"2022-07-05T12:35:57","date_gmt":"2022-07-05T10:35:57","guid":{"rendered":"https:\/\/billerbeck.shop\/blogg\/wie-die-schlafhormone-serotonin-und-melatonin-ihren-schlafrhythmus-beeinflussen\/"},"modified":"2024-09-25T09:10:36","modified_gmt":"2024-09-25T07:10:36","slug":"schlafhormone-serotonin-melatonin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/billerbeck.shop\/blog\/schlafhormone-serotonin-melatonin\/","title":{"rendered":"Wie die Schlafhormone Serotonin und Melatonin Ihren Schlafrhythmus beeinflussen"},"content":{"rendered":"<h2 id=\"die-schlafhormone-serotonin-und-melatonin-beeinflussen-ihren-schlaf\">Die Schlafhormone Serotonin und Melatonin beeinflussen Ihren Schlaf<\/h2>\n<p>Das Sonnenlicht und der Wechsel von Hell und Dunkel beeinflussen entscheidend die innere Uhr und damit das Schlafverhalten der Menschen. Der Tag-Nacht-Rhythmus des K\u00f6rpers wird \u00fcber das Hormon Melatonin gesteuert. F\u00e4llt tags\u00fcber Licht \u00fcber die Netzhaut ins Auge, wird die Aussch\u00fcttung des Hormons gestoppt: Wir werden wach. Abends, bei fehlender Lichteinstrahlung, wird wieder Melatonin ins Blut abgegeben und kann hier seine schlaff\u00f6rdernde Wirkung im ganzen K\u00f6rper entfalten: Wir werden m\u00fcde.<\/p>\n<p>Auf Grund der unterschiedlichen Lichtverh\u00e4ltnisse w\u00e4hrend der Jahreszeiten ergibt sich auch ein j\u00e4hrlicher Rhythmus: Im Winter wird Melatonin \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum produziert als im Sommer. Dadurch steigt das Schlafbed\u00fcrfnis an. Tags\u00fcber f\u00fchlen wir uns m\u00fcder als im Sommer.<\/p>\n<h2 id=\"schlafhormone-sorgen-fuer-periodischen-wechsel-des-schlafverhaltens\">Schlafhormone sorgen f\u00fcr periodischen Wechsel des Schlafverhaltens<\/h2>\n<p>Werden die Tage im Fr\u00fchjahr wieder l\u00e4nger und heller, produziert der Organismus das Hormon Serotonin. Es ist eine Art Gegenspieler des Melatonins. Je nachdem, welches Hormon \u00fcberwiegt, f\u00fchlen wir uns wach und leistungsstark oder m\u00fcde und bettschwer. Durch die erh\u00f6hten Serotoninwerte im Fr\u00fchjahr schl\u00e4ft man nachts nicht mehr so gut. Es kommt zur Fr\u00fchjahrsm\u00fcdigkeit. Im Sommer muss sich der Schl\u00e4fer auf noch l\u00e4ngere Lichtphasen und warme Au\u00dfentemperaturen auch nachts einstellen. Die K\u00f6rpertemperatur sinkt dadurch beim Einschlafen nicht wie gewohnt und man liegt l\u00e4nger wach.<\/p>\n<p>Mit den sinkenden Temperaturen im Herbst und Winter dreht sich auch der Serotonin-Melatonin-Rhythmus wieder. Weniger Licht und k\u00e4ltere Temperaturen bedeuten wieder mehr Melatonin-Aussch\u00fcttung. Der Schlafkreislauf durch die Jahreszeiten beginnt von vorne. Zudem machen dem K\u00f6rper zweimal im Jahr die k\u00fcnstlichen Zeitverschiebungen der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit oder umgekehrt zu schaffen. Dieser \u201eMini-Jetlag\u201c bringt unseren Schlafrhythmus durcheinander und macht uns m\u00fcde. Vier bis 14 Tage ben\u00f6tigen Menschen, um sich an die eine Stunde verschobene Schlafzeit zu gew\u00f6hnen.<\/p>\n<p>Wussten Sie; dass Volksst\u00e4mme in Sibirien noch vor ca. 100 Jahren eine Art Winterschlaf hielten?<\/p>\n<p>Wegen der Nahrungsmittelknappheit sammelten sich die Familien beim ersten Schnee am Feuer und gingen schlafen. Nur einmal am Tag stand jeder kurz auf und a\u00df ein St\u00fcck Brot.<\/p>\n<h3 id=\"fruehling\">FR\u00dcHLING:<\/h3>\n<h2 id=\"der-uebergang-von-der-melatonin-auf-die-serotonin-produktion-macht-dem-koerper-zu-schaffen\">Der \u00dcbergang von der Melatonin auf die Serotonin Produktion macht dem K\u00f6rper zu schaffen<\/h2>\n<p>Mit den ersten w\u00e4rmeren Sonnenstrahlen im Jahr kommt die Fr\u00fchjahrsm\u00fcdigkeit. Die Anpassung des K\u00f6rpers an die neuen Lichtbedingungen bringt eine Umstellung der Hormone von der melatonin auf die auf die Serotonin Produktion mit sich, die sich auch auf das Schlafverhalten auswirkt. Die K\u00f6rpertemperatur steigt, Blutgef\u00e4\u00dfe weiten sich, der Blutdruck sinkt, alte Zellen werden ausgetauscht und neue gebildet. Das Immunsystem erholt sich noch vom Winter, als es kalten Temperaturen und Grippewellen trotzen musste. Dadurch kommt der Kreislauf nicht recht in Schwung, die innere Uhr steht weiter auf Winterschlaf und man f\u00fchlt sich m\u00fcde. Da es l\u00e4nger hell ist, geht man unbewusst sp\u00e4ter ins Bett und wacht fr\u00fcher auf. Die Schlafzeit verk\u00fcrzt sich. Es dauert drei bis vier Wochen, bis sich der Organismus vollst\u00e4ndig umgestellt hat.<\/p>\n<h3 id=\"sommer\">SOMMER:<\/h3>\n<h2 id=\"das-serotonin-hormon-hat-hochkonjunktur-waerme-und-licht-halten-uns-vom-schlaf-ab\">Das Serotonin Hormon hat Hochkonjunktur &#8211; W\u00e4rme und Licht halten uns vom Schlaf ab<\/h2>\n<p>Durch die lichtintensiven Tage im Sommer schlafen wir k\u00fcrzer als im Winter und auch unruhiger. Die Helligkeit signalisiert dem Gehirn schon sehr fr\u00fch, dass es Zeit zum Aufwachen ist. Die fehlende Abk\u00fchlung des K\u00f6rpers in warmen N\u00e4chten kommt hinzu. Normalerweise sorgt unsere biologische Uhr daf\u00fcr, dass sich die K\u00f6rpertemperatur nachts um 0,5 bis 1 Grad absenkt. Wenn die Au\u00dfentemperatur allerdings zu hoch ist, funktioniert das nicht mehr.<\/p>\n<h3 id=\"herbst\">HERBST:<\/h3>\n<h2 id=\"unser-schlafbedarf-steigt-an-genau-wie-das-melatonin-in-unserem-koerper\">Unser Schlafbedarf steigt an &#8211; genau wie das Melatonin in unserem K\u00f6rper<\/h2>\n<p>Im Herbst ver\u00e4ndert sich unser Schlafrhythmus wieder in die andere Richtung. K\u00fcrzere Tage und weniger Licht bedeutet, dass der K\u00f6rper mehr Melatonin aussch\u00fcttet \u2013 oft auch schon tags\u00fcber. Der Schlafbedarf steigt im Herbst um etwa eine halbe Stunde. Das hei\u00dft aber nicht, dass man sich durch l\u00e4ngere Schlafenszeiten ausgeschlafener f\u00fchlt.<\/p>\n<h3 id=\"winter\">WINTER:<\/h3>\n<h2 id=\"erhoehtes-schlafbeduerfnis-durch-das-schlafhormon-melatonin\">Erh\u00f6htes Schlafbed\u00fcrfnis durch das Schlafhormon Melatonin<\/h2>\n<p>Der Winter verst\u00e4rkt die Schlafsymptome des Herbstes noch. Der ver\u00e4nderte Schlafrhythmus durch die langen Dunkelphasen erh\u00f6ht das M\u00fcdigkeitsempfinden. Man wird am Tag nicht richtig wach und in der Nacht nicht richtig schl\u00e4frig. Dem gestiegenen Schlafbed\u00fcrfnis im Winter wird unser Alltag aber nicht gerecht. Denn der Tagesrhythmus ist durch Arbeitszeiten und Termine vorgegeben. Das \u00e4ndert sich im Winter nicht.<\/p>\n<p><strong>FAZIT:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Jahreszeiten bestimmen unseren Schlafrhythmus!<\/strong><\/p>\n<p>Vor allem der Einfluss des Sonnenlichts ist dabei entscheidend. Unser Alltagsleben nimmt allerdings wenig R\u00fccksicht auf diese Besonderheiten der Jahreszeiten, was oft zu einem Schlafdefizit f\u00fchrt. Das Umstellen der Uhr auf Sommer- oder Winterzeit stellt ein zus\u00e4tzliches Problem f\u00fcr den gesunden Schlaf dar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Auf Grund der unterschiedlichen Lichtverh\u00e4ltnisse w\u00e4hrend der Jahreszeiten ergibt sich auch ein j\u00e4hrlicher Rhythmus: Im Winter wird Melatonin \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum produziert als im Sommer. Dadurch steigt das Schlafbed\u00fcrfnis an. 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