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Wie die Schlafhormone Serotonin und Melatonin Ihren Schlafrhythmus beeinflussen

Schlaf: IM WANDEL DER JAHRESZEITEN

Das Sonnenlicht und der Wechsel von Hell und Dunkel beeinflussen entscheidend die innere Uhr und damit das Schlafverhalten der Menschen. Der Tag-Nacht-Rhythmus des Körpers wird über das Hormon Melatonin gesteuert. Fällt tagsüber Licht über die Netzhaut ins Auge, wird die Ausschüttung des Hormons gestoppt: Wir werden wach. Abends, bei fehlender Lichteinstrahlung, wird wieder Melatonin ins Blut abgegeben und kann hier seine schlaffördernde Wirkung im ganzen Körper entfalten: Wir werden müde.

Auf Grund der unterschiedlichen Lichtverhältnisse während der Jahreszeiten ergibt sich auch ein jährlicher Rhythmus: Im Winter wird Melatonin über einen längeren Zeitraum produziert als im Sommer. Dadurch steigt das Schlafbedürfnis an. Tagsüber fühlen wir uns müder als im Sommer.

Schlafhormone sorgen für periodischen Wechsel des Schlafverhaltens

Werden die Tage im Frühjahr wieder länger und heller, produziert der Organismus das Hormon Serotonin. Es ist eine Art Gegenspieler des Melatonins. Je nachdem, welches Hormon überwiegt, fühlen wir uns wach und leistungsstark oder müde und bettschwer. Durch die erhöhten Serotoninwerte im Frühjahr schläft man nachts nicht mehr so gut. Es kommt zur Frühjahrsmüdigkeit. Im Sommer muss sich der Schläfer auf noch längere Lichtphasen und warme Außentemperaturen auch nachts einstellen. Die Körpertemperatur sinkt dadurch beim Einschlafen nicht wie gewohnt und man liegt länger wach.

Mit den sinkenden Temperaturen im Herbst und Winter dreht sich auch der Serotonin-Melatonin-Rhythmus wieder. Weniger Licht und kältere Temperaturen bedeuten wieder mehr Melatonin-Ausschüttung. Der Schlafkreislauf durch die Jahreszeiten beginnt von vorne. Zudem machen dem Körper zweimal im Jahr die künstlichen Zeitverschiebungen der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit oder umgekehrt zu schaffen. Dieser „Mini-Jetlag“ bringt unseren Schlafrhythmus durcheinander und macht uns müde. Vier bis 14 Tage benötigen Menschen, um sich an die eine Stunde verschobene Schlafzeit zu gewöhnen.

Wussten Sie; dass Volksstämme in Sibirien noch vor ca. 100 Jahren eine Art Winterschlaf hielten?

Wegen der Nahrungsmittelknappheit sammelten sich die Familien beim ersten Schnee am Feuer und gingen schlafen. Nur einmal am Tag stand jeder kurz auf und aß ein Stück Brot.

FRÜHLING:

Der Übergang von der Melatonin auf die Serotonin Produktion macht dem Körper zu schaffen

Mit den ersten wärmeren Sonnenstrahlen im Jahr kommt die Frühjahrsmüdigkeit. Die Anpassung des Körpers an die neuen Lichtbedingungen bringt eine Umstellung der Hormone von der melatonin auf die auf die Serotonin Produktion mit sich, die sich auch auf das Schlafverhalten auswirkt. Die Körpertemperatur steigt, Blutgefäße weiten sich, der Blutdruck sinkt, alte Zellen werden ausgetauscht und neue gebildet. Das Immunsystem erholt sich noch vom Winter, als es kalten Temperaturen und Grippewellen trotzen musste. Dadurch kommt der Kreislauf nicht recht in Schwung, die innere Uhr steht weiter auf Winterschlaf und man fühlt sich müde. Da es länger hell ist, geht man unbewusst später ins Bett und wacht früher auf. Die Schlafzeit verkürzt sich. Es dauert drei bis vier Wochen, bis sich der Organismus vollständig umgestellt hat.

SOMMER:

Das Serotonin Hormon hat Hochkonjunktur - Wärme und Licht halten uns vom Schlaf ab

Durch die lichtintensiven Tage im Sommer schlafen wir kürzer als im Winter und auch unruhiger. Die Helligkeit signalisiert dem Gehirn schon sehr früh, dass es Zeit zum Aufwachen ist. Die fehlende Abkühlung des Körpers in warmen Nächten kommt hinzu. Normalerweise sorgt unsere biologische Uhr dafür, dass sich die Körpertemperatur nachts um 0,5 bis 1 Grad absenkt. Wenn die Außentemperatur allerdings zu hoch ist, funktioniert das nicht mehr.

HERBST:

Unser Schlafbedarf steigt an - genau wie das Melatonin in unserem Körper

Im Herbst verändert sich unser Schlafrhythmus wieder in die andere Richtung. Kürzere Tage und weniger Licht bedeutet, dass der Körper mehr Melatonin ausschüttet – oft auch schon tagsüber. Der Schlafbedarf steigt im Herbst um etwa eine halbe Stunde. Das heißt aber nicht, dass man sich durch längere Schlafenszeiten ausgeschlafener fühlt.

WINTER:

Erhöhtes Schlafbedürfnis durch das Schlafhormon Melatonin

Der Winter verstärkt die Schlafsymptome des Herbstes noch. Der veränderte Schlafrhythmus durch die langen Dunkelphasen erhöht das Müdigkeitsempfinden. Man wird am Tag nicht richtig wach und in der Nacht nicht richtig schläfrig. Dem gestiegenen Schlafbedürfnis im Winter wird unser Alltag aber nicht gerecht. Denn der Tagesrhythmus ist durch Arbeitszeiten und Termine vorgegeben. Das ändert sich im Winter nicht.

FAZIT:

Die Jahreszeiten bestimmen unseren Schlafrhythmus!

Vor allem der Einfluss des Sonnenlichts ist dabei entscheidend. Unser Alltagsleben nimmt allerdings wenig Rücksicht auf diese Besonderheiten der Jahreszeiten, was oft zu einem Schlafdefizit führt. Das Umstellen der Uhr auf Sommer- oder Winterzeit stellt ein zusätzliches Problem für den gesunden Schlaf dar.

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